Herbstfest zu Ehren des Königs

Die St.-Sebastianus-Schützengesellschaft Würselen 1624 e.V. feierte am 27.10.2006 auf Burg Wilhelmstein zu Ehren des Schützen-, Bezirks- und Ehrenkönigs das Herbstfest 2006. Für musikalische Unterhaltung und gutes Essen wurde gesorgt. Unser Ehrengast Jürgen B. Hausmann alias Jürgen Beckers unterrichtete an dem Abend nicht Latein, Griechisch und Geschichte sondern er entführte seine Zuhörer in das Reich der „Comedy Wellness“.



„Verloren – gefunden“
 

war eine Ausstellung mit Materialcollagen von Rainer Zimmermann betitelt, die anlässlich des Tags des offenen Denkmals in der Pfarrkirche St. Sebastian eröffnet wurde. Gleichzeitig öffnet die St. Sebastianus-Schützengesellschaft 1624 ihre Schatzkammer und zeigt wertvolle historische Dokumente im Dom. Bei der Einführung in beide Ausstellungen zeigte Pfarrer Rainer Gattys auf, wo sich beide begegneten: „Rainer Zimmermann lässt sich von Dingen ansprechen, die verloren gegangen sind. Die Schützen bewahren Dinge vor dem Verlorengehen.“



Mit ihrer Ausstellung erlaubten die St.-Sebastianus-Schützen in dieser Form erstmalig einen Blick hinter ihre Kulissen. Das älteste ausgestellte Dokument war die Abschrift eines Protokollbuchs mit Aufzeichnungen vom 23. März 1624 bis 1805, dessen Original sich im Archiv der Pfarre befindet.

Im Original zu besichtigen waren darüber hinaus verschiedene Hauptrechenbücher, alle handschriftlich angelegt. Geschichtliche Entwicklungen spiegelten sich aber auch im aktiven Königssilber, wie es heute getragen wird, und in Teilen des passiven Silbers wider, das der Archivar der Gesellschaft, Winand Hilden, in den vergangenen Jahrzehnten auf Hochglanz gebracht hat und seitdem wie seinen eigenen Augapfel hütet. Echte Raritäten waren die „Puddeleisenvögel“, auf die in den Jahren 1894 und 1895 mit Blei geschossen wurde. Einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat auch schon der Pokal, den der Instrumentalverein – heute das Orchester der Stadt – den Schützen anlässlich des 275-jährigen Bestehens zum Geschenk machte. „Garniert“ wurden die kostbaren Stücke durch Fahnen von 1859, 1934 und 1995. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung der beiden Ausstellungen, die bis zum 8. Oktober während der Öffnungszeiten der Kirche zu sehen war, durch Ulrike Botzet (Klavier) und deren Sohn Matthias (Cembalo).




Auf Anhieb den Titel errungen

 

Schützenkönigin Anna Schütter holte auch den Stadtmeistertitel

 

 

Der Holzvogel bei den Stadtmeisterschaften der Gewehr- und Bogenschützen aus dem Bezirk Würselen erwies sich als richtig zäh. Mit der Ausrichtung des Wettkampfs war die St.-Antonius-Schützenbruderschaft Niederbardenberg betraut und außer einer Gesellschaft kamen alle vorbei, um am Kleinkaliber-Gewehr ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Nach den ersten Runden der amtierenden Schützenkönige war zwar schon einiges Holz von der Hochstange gefallen, der Vogel wackelte und drehte sich, doch hielt er sich tapfer auf der Schraube. Erst der 285. Schuss brachte die Entscheidung. Anna Schütter, Würdenträgerin der gastgebenden Antonius-Schützen holte mit einem satten Schuss den Vogel fast komplett von der Stange. Die neu gestiftete Kette und die dazu gehörige Ehrentafel nahm die glückliche Siegerin aus den Händen von Bürgermeister Werner Breuer und dem Bezirksbundesmeister Hans-Josef Krings entgegen. Damit erlebte die junge Gewehrschützenkönigin gleich im ersten Jahr ihrer Vereinszugehörigkeit in der Niederbardenberger Gemeinschaft ein weiteres High-light. Zuvor hatte sich der Morsbacher Julian Gehlich beim Nachwuchs durchgesetzt und führt nun den Titel des Stadtprinzen. Das Schießen der „Königspartner“ gewann die Weidenerin Angelika Reim. Im parallel vorgenommenen 5er-Mannschaftsschießen siegte die St.-Sebastianus-Schützengesellschaft Bardenberg mit 465 Punkten vor den Würselener Sebastianus-Schützen mit 456 Punkten und der Sebastianus-Schützenbruderschaft Linden-Neusen mit 447 Punkten. Bester Tagesschütze wurde am Luftgewehr der Bardenberger Dirk Kuntz.




Jungenspieler-Fahnenschwenken am Kirmessonntag
 
Als die Jungenspiele am Sonntag, den 25.06.2006 zum traditionellen Fahnenschwenken vor der altehrwürdigen Pfarrkirche St. Sebastian aufmarschierten, war die Kirmesstimmung ungetrübt. Von Frust keine Spur! Schon früh hatten sich Bissen und Markt-Preck aus dem Zentrum eingestellt. Mit dem Glockenschlag zehn Uhr erteilte Dechant Heinz-Josef Lambertz im „Dom“ den Schlusssegen. Er war beeindruckt von der Kulisse, die ihm das Oppen-Haaler Jungenspiel beim Festgottesdienst mit den St.-Sebastianus-Schützen geboten hatte. Die „Trommelaere va Heerle“ kündigten von Ferne das Schweilbach-Teuter Königspiel an. Mit ihren Schirmen in den gelb-grünen Stadtfarben setzten die Maibräute aus Scherberg einen Farbtupfer. Während die ersten „Spellsleute“ ihren Nachdurst stillten, lief auch das Morsbacher-Siedler Königsspiel in seiner ganzen Pracht vor St. Sebastian auf.
 
Als sich die zwölf Würselener Jungenspiele am Sonntag zum Festzug am Markt formierten, zuckte jedoch plötzlich ein Blitz nach dem anderen über den pechschwarzen Himmel. Das hat es in der Nachkriegsgeschichte noch nicht gegeben, dass sich ein Gewitter derart über der Würselener Innenstadt austobte. Nur wenige Jungenspiele schafften es auf ihrem Marsch bis zur oberen Kaiserstrasse durchzukommen und da es eine neue Unwetterwarnung gegeben hatte, mussten sich die Jungenspiele auf Anraten der Polizei auf dem kürzesten Weg in ihre vermeintlich schützenden Festzelte zurückziehen.

 

Die Schützen, welche im Garten des Königs Walter Tillmann auf eine Regenpause warteten, richteten sich nach der Durchsage der Polizei, die den Umzug zunächst auf 19:00 Uhr verschoben hatte. Das hier dann zwar der Regen aufhörte, die AWJ den Zug jedoch schon vorher hatte starten lassen, war etwas unglücklich koordiniert. So zogen die grün Uniformierten mit ihrer schottischen Begleitmusik am Ende alleine durch die Kaiserstrasse bis zum Morlaixplatz, um den übrig gebliebenen Einwohnern und dem Bürgermeister ihre Aufwartung zu machen.



 

Königsvogelschuss, Pfingstmontag, am 05.06.2006 bei St. Sebastianus

Walter Tillmann hat es wieder geschafft

 



 

Zähes Ringen: Drei Stunden lang wird bei den St. Sebastianus-Schützen im Würselener Stadtgarten auf den Holzvogel geschossen.

Würselen. Lange nicht mehr leistete ein hölzerner Vogel auf der Stange so zähen Widerstand wie beim 382. Vogelschuss der St.-Sebastianus-Schützengesellschaft 1624 am Pfingstmontag im Würselener Stadtgarten. Volle drei Stunden lang steckte der kunstvoll gefertigte, 1,20 mal 1,20 Meter große Vogel einen Treffer nach dem anderen ein, so dass er erst kurz nach 21 Uhr seinen Geist aufgab. Mit dem 148. Schuss hatte ihn der amtierende König Walter Tillmann zur Strecke gebracht, so dass er zum zweiten Male als König seiner Gesellschaft in die Geschichte eingehen wird. Er hatte es damit dem neuen Geschäftsführer Dirk Nehr, der erstmalig als Sprecher seines Amtes waltete, gezeigt, der vorher noch gefrotztelt hatte: „So gut wie im letzten Jahr klappt es heute nicht!“

Mit dem alten und neuen Schützenkönig freuten sich auch die „Spellsleute“ von Oppen-Haal, denen er erneut ein Königsspiel bescherte.
 
Viele Schaulustige harrten auch am kühlen Abend aus, bis der überaus spannende Wettkampf entschieden war und Präses, Dechant Heinz-Josef Lambertz, dem neuen König seinen Segen erteilt hatte.
 
Mit dem Schützenschmaus im Festzelt neben dem Schießstand hatte am Mittag das gelungene Schützenfest begonnen. Mit artistischen Künsten unterhielt „Circus Gioco“ anschließend die kleinen und großen Stadtgartenbesucher. Unterdessen wurden am Schießstand die Traditionsgewehre beim Volksvogelschuss in Anschlag gebracht. Mit dem 85. Schuss machte Sandra Dohmen aus Verlautenheide dem Holz auf der Stange den Garaus. Sie marschierte anschließend mit der Gesellschaft unter den Klängen des Trommler- und Pfeiferkorps „Alte Kameraden“ zum Königsvogelschuss auf und feuerte wie Bürgermeister Werner Breuer, Dechant Heinz-Josef Lambertz und Bezirksbundesmeister Hans-Josef Krings einen Ehrenschuss ab. Freudig hatte zuvor Präsident Hans-Peter Claessen die zahlreichen Schaulustigen begrüßt und den Helfern gedankt, die den Stadtgarten zu einer festlichen Schützenwiese umfunktioniert hatten. „Wir wünschen uns einen fairen Wettkampf und einen würdigen neuen König“, gab er den Wettkampf frei. Das besondere Augenmerk richtete sich auf die vier Newcomer, Bernd Hermandung, Daniel Houben, Dirk Nehr und Dominic Tillmann. Präsident Claessen staunte nicht schlecht: „Alle vier schießen richtig scharf!“ Was auch die übrigen Schützen von sich behaupten konnten. Denn der Holzvogel musste nach einer Stunde schon die ersten Federn lassen. Doch dann schloss sich eine lange Durststrecke an, in der er so gut wie keine Regung mehr zeigte.
 
Um 20 Uhr musste das Gewehr gewechselt werden, weil es warm geschossen war. Der Ehrgeiz der Schützen, den Vogel mit Pulver und Blei zu erlegen, war so groß, dass Schießmeister Gerhard Hendriks ein weiteres Traditionsgewehr in Anschlag brachte und die Nitromunition weiter nur für alle Fälle vorhielt. Mit dem 100. Schuss sorgte Rolf Wigand für erste helle Aufregung. Auch beim Treffer von Winand Speckgens flogen die Fetzen nur so. Obwohl er schon viermal König geworden war, hielt Vize-Präsident Manfred Wirtz erneut „voll drauf“. Von Schuss zu Schuss stieg die Spannung. Um 20.41 Uhr schien Ludwig Schmalen ganz nahe am Ziel seiner Träume zu sein. Der Rest des Vogels narrte die ehrgeizigen Schützen weiter. Doch dann lehrte Georg Hohmann den Zankbruder auf der Stange das Fürchten. Aber es blieb ein Span stehen. Der amtierende Ehrenkönig Diether Zimmermann hatte seine große Chance, nutzte sie aber nicht. Unterdessen feuerten die „Spellsleute“ aus dem Ortsteil Bissen ihre Schützen mit „Wir wollen ihn unten sehen“ immer lautstarker an. Präsident Hans-Peter Claesen spaltete den Span und stellte die nachfolgenden Schützen vor eine noch größere Herausforderung. Diether Zimmermann erhielt eine zweite Chance. Doch auch sie konnte er nicht nutzen. Nervenstark schlug dann der 53-jährige Walter Tillmann, der seit 1988 Mitglied der Gesellschaft ist, ein weiteres Mal zu. Fürwahr meisterlich!
 



Der Bezirksverband Würselen ermittelte am Mittwoch den 15.März 2006 um 19:00 Uhr im Schießstand der Karlsschützen den Bezirkskönig für das Jahr 2006.



Nach einem spannenden Wettbewerb um den Titel, stellte Walter Tillmann
erneut unter Beweis, dass es in einem Kampf um die Königswürden vor allem darum geht, die Nerven zu bewahren.
In einer sehr schönen Feier zum Bezirksbruderschaftstag, am 25. März 2006, wurde unserem König durch den Bezirkspräses Pastor H.J. Lambertz, in der Pfarrkirche St. Nikolaus, die Bezirkskönigskette und unserer Gesellschaft die Bezirksstandarte überreicht. Im Anschluss an den Gottesdienst fand im Jugendheim in der Stegerstraße ein gemütliches Beisammensein mit Siegerehrung statt.




Gute Stimmung beim Patronatsfest am 22.01.2006 der St. Sebastianus-Schützen

Zufriedene Gesichter bei den Mitgliedern der St. Sebastianus-Schützen.
Zum traditionellen Patronatsfest konnte die Gesellschaft im festlich dekorierten Jugendheim an der Wilhelmstr. in Würselen eine Vielzahl von Gästen willkommen heißen. "Die Besucherzahlen des Vorjahres wurden übertroffen", freute sich Geschäftsführer Hans-Jochen Pehle darüber, dass dieses traditionelle Brauchtumsfest in Würselen weiterhin diesen hohen Anklang findet.
Der Festtag begann mit einem von Kaplan Tran zelebrierten Hochamt in der Pfarrkirche St. Sebastian. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor St. Sebastian unter der Leitung von Kantorin Ulrike Botzet und dem Kammermusikkreis Würselen. Begleitet vom Trommler- und Pfeiferkorps "Alte Kammeraden" marschierten die Schützenbrüder zum Jugendheim, wo bis in die späten Nachmittagsstunden zünftig gefeiert wurde. Beste Stimmung garantierten die "Edelweißmusikanten" aus Hückelhoven, die bereits seit Jahren zu den in Würselen sehr gern gesehenen Musikern gehören. Präsident Hans-Peter Claessen freute sich besonders über den Besuch sehr vieler befreundeter Vereine und Schützengesellschaften. Im Rahmen des Patronatsfestes ehrte der Präsident einige verdiente Schützen für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Gesellschaft.

 

 

Kurz nach Mittag kündigten die Fanfaren der "Alten Kammeraden" einen Höhepunkt des Tages an: der Einmarsch des Würselener Dreigestirn samt Gefolge mit Repräsentanten des Komitee Würselener Karneval (KWK) und der Prinzengarde. Prinz Rüdiger I (Voss), Bauer Volker (Koth) und Jungfrau Antonia (Classen) hatten echtes Heimspiel. Bei der Präsentation des neuen Liedes des Dreigestirns "Wöschele Alaaf" war die Stimmung top.
Joomla templates by a4joomla