Tausende Pilger gehen auf „Tuchfühlung mit Jesus“

 



 

Aachen. 36 Hammerschläge ertönten im Dom, dann hatte Goldschmied Lothar Schmitt den Bügel am Schloss des Marienschreins zerschlagen: Mit der rituellen Erhebung der Heiligtümer hat am Freitagabend die Aachener Heiligtumsfahrt begonnen. Erstmals nach sieben Jahren wurden das Kleid Mariens, die Windeln Jesu, das Enthauptungstuch Johannes‘ des Täufers und das Lendentuch des Herrn wieder gezeigt.

Neun Tage lang werden die Aachener Reliquien nun als Symbole des Glaubens verehrt. Die Wallfahrt findet seit 1349 alle sieben Jahre statt. Diesmal steht sie unter dem Motto „Kommt, und ihr werdet sehen“. Rund 100 000 Pilger werden in Aachen erwartet. „Nur wer glaubend schaut, kann auf Tuchfühlung mit Jesus gehen“, zitierte der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff vor rund 1500 Gläubigen seinen Amtsvorgänger Bischof Klaus Hemmerle. „Diese Tuchreliquien wollen uns anschaubar, fühlbar und erfahrbar machen, was der den Sinnen verborgene und nicht begreifbare Inhalt ist: die Begegnung mit Jesus, Maria und Johannes.“ Sie seien auch Zeichen für die Lebensgeschichte Jesu. „An dem historischen Jesus kommt kein Mensch vorbei. Es gibt heute keine ernsthaften Wissenschaftler, die an der Existenz des historischen Jesus zweifeln“, sagte Mussinghoff.



Wechselbad der Gefühle beim Königsvogelschuss 2007





Bernd Hermandung sorgte mit dem 159. Schuss für die Entscheidung im Stadtgarten.



Prinz macht Jubilaren die Aufwartung.
St.-Sebastianus-Schützengesellschaft feiert am 21.01.2007 Patronatsfest. Im Mittelpunkt steht die Ehrung von langjährigen, treuen Mitglieder.





Gemeinsam mit der Pfarre feierte die St.-Sebastianus-Schützengesellschaft 1624 ihr Patronatsfest in einem würdigen Rahmen. Das von Präses Pfarrer Heinz-Josef Lambertz zelebrierte Hochamt gestaltete der Kirchenchor. Unter der Leitung von Kantorin Ulrike Botzet brachte er die „Kleine Orgelsolomesse“ von Joseph Haydn, das „Panis Angelicus“ von Cäsar Franck und die Kantate „Ich will den Namen Gottes loben“ von Johann Sebastian Bach zu Gehör. Die Solopartien in den einzelnen Werken gestaltete die Sopranistin Katje Henkes-Rolle.

Tradition

Unter den Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ ging es zum musikalischen Frühschoppen ins Pfarrheim an der Wilhelmstraße. Zahlreich vertreten waren die befreundeten Bruderschaften aus Scherberg, von der Drisch und aus Schweilbach.

Zu ehren hatte die Gesellschaft drei Jubilare zum 40-Jährigen. Für Franz Leisten, der verhindert war, wird die Ehrung auf der nächsten Mitgliederversammlung nachgeholt. Gebührend würdigte Präsident Hans-Peter Claessen die Verdienste, die sich Winand Speckgens und Günter Nehr 40 Jahre lang um die Gesellschaft im Einzeln und um das Schützenwesen im Allgemeinen erworben haben. Schon früh hätten sie Vorstandsaufgaben übernommen. Speckgens als Präsident und Nehr als Geschäftsführer hätten den traditionsreichen Schützen nicht zuletzt durch die veranstalteten Herbstbälle neues gesellschaftliches Image verschafft.

Unter ihnen feierte die Gesellschaft 1974 ihr 350-jähriges Bestehen. „Sie haben die der Tradition verpflichtete Gesellschaft zu dem gemacht, was sie heute ist“, überreichte Claessen ihnen als Dankeschön ein vom Künstler Hans Wittl gemaltes Aquarell. Für zehn Jahre wurde Walter Lamberts geehrt. Musikalisch hatten die Schützen mit den „Edelweiß-Musikanten“ aus Hückelhoven wieder einen guten Griff getan.

Vielseitigkeit war Trumpf bei diesem musikalischen Frühschoppen-Hörgenuss. Zwischendurch gab es noch einen karnevalistisch-stimmungsvollen Augenschmaus Denn Hauptmann Diether Zimmermann konnte den Prinz Karneval der Düvelstadt, Hubert I. (Georgens), samt Gefolge bei den Schützen-Freunden willkommen heißen.
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