Rolf Wigand ist der neue Schützenkönig 2008

 




 
 
Gehörig ins Schwitzen kamen die St. Sebastianus Schützen von 1624 beim 384. Königsvogelschuss im sonnenüberfluteten Stadtgarten. Erst beim Aufmarsch angesichts der Temperaturen von knapp 30 Grad, als Schattenplätze auch für die zahlreichen Besucher zur Mangelware geworden waren. Vor allem aber am Abend, denn der hölzerne Gegenspieler auf der Stange wollte um keinen Preis der Welt seinen Geist aufgeben. Um 21.46 Uhr feuerte Rolf Wigand den 221. und damit finalen Schuss ab und traf trotz hereinbrechender Dunkelheit ins Schwarze. Er wurde damit Nachfolger von Bernd Hermandung. Seit 14 Jahren Mitglied der Gesellschaft, brachte er erstmalig das Königssilber in seinen Besitz. Dem Jungenspiel Markt-Preck „bescherte“ er den Königstitel.



 
Prinz der Taten beim Patronatsfest der Schützen 2008





Die Schützen bereiteten dem Stadtprinzen samt Gefolge einen glänzenden Empfang, gehören doch Brauchtumsfeste wie der Karneval und die Schützentradition eng zusammen.
Mit einem von Kaplan Tran zelebrierten Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Sebastian, musikalisch gestaltet durch den Kirchenchor unter der Leitung von Ulrike Botzet, begann der Festtag der Würselener Traditionsschützen. Mit dem Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ unter der Stabführung von Guido Bleser marschierten die Schützen zum Jugendheim, wo bis in die späteren Nachmittagsstunden zünftig gefeiert wurde. Sehr erfreut zeigte sich Präsident Hans-Peter Claessen über den Besuch sehr vieler Freunde der Gesellschaft.
Öcher Stimmung in den Saal brachten die „Jonge vajjen Beverau“ mit dem „singenden“ Vize-Präsidenten der St. Sebastians Schützen, Manfred Wirtz. Hervorgegangen ist diese beliebte Musikgruppe des Aachener Karnevals, die ihre Gage ausnahmslos für wohltätige Zwecke einsetzt, aus dem Hofstaat des Karnevalsprinzen der Session 2001 Hanns I. (Bittmann). Nach dem tragischen Unfalltod von Nele und Hanns Bittmann im April 2006 blieb die Gruppe zusammen und gründete den Hilfsfonds „Nele und Hanns Bittmann e.V.“ für Kinder in Not. Freude und Leid liegen oft eng beieinander. In Würselen garantierten die „Jonge“ ganz im Sinne von Hanns Bittmann Öcher Stimmung und Frohsinn. Die Gage des Würselener Auftritts kommt direkt Würselener Kindern zugute. Über die Spende freute sich Sabine Bischof von der Kleinen Offenen Tür (K.O.T.) St. Sebastian. Wenn die Fanfaren und Trompeter des Bundestambourkorps erklingen, folgt ein Höhepunkt der Matinee. Mit einem dreifachen Alaaf begrüßte Hauptmann Dieter Zimmermann den Stadtprinzen samt großem Gefolge im Pfarrzentrum. Dieter III. wurde wieder von seinen Venezianerinnen begleitet. „Sie sind ein Prinz der Taten“, unterstrich der Hauptmann. Und Dieter van Horn griff sogleich zum Mikrophon und sang den Würselener Karnevalshit der Session „Tradition ist angesagt“. Mit herzlichen Worten verabschiedete Diether Zimmermann den KWK-Präsidenten Dieter Pütz, der nach dieser Session sein Amt in jüngere Hände geben wird. Im Rahmen der Matinee ehrte die Gesellschaft einige verdiente Schützenbrüder. Ausgezeichnet wurde Gerd Weidenhaupt für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der Gesellschaft. Hierzu Präsident Hans-Peter Claessen: „Eingetreten ist Gerd Weidenhaupt in den Jahres des Aufbruchs. Man wollte Geselligkeit und die Schützentradition in der Gesellschaft stärken“. Dreimal errang Gerd Weidenhaupt die Würde des Ehrenkönigs. Geehrt wurde auch der amtierende Ehrenkönig der Gesellschaft, Anton Tillmann.
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