Rudi Mainz holt Königsspiel

Tolles Wetter im Stadtgarten

Prima Resonanz beim Wiesenfest 
Königsfest der St.-Sebastianus-Schützengesellschaft bietet beste Unterhaltung für Groß und Klein. Umjubelter Rudi Mainz nutzt die Gunst der Stunde. 
Würselen. Strahlender Sonnenschein und fast sommerliche Temperaturen lockten am Pfingstmontag viele Spaziergänger und Schaulustige in den Stadtgarten, wo die traditionsreiche St.-Sebastianus-Schützengesellschaft Würselen 1624 e.V. im Rahmen eines Wiesenfestes ihr Königsfest 2010 veranstaltete.



Über Stunden zog sich das bunte Treiben hin, in das vor allem viele kleine Besucher durch den von der Gesellschaft verpflichteten Familienzirkus „Amany“ auch aktiv einbezogen wurden. Unterdessen machten es sich die Eltern auf dem Rasen in der Sonne oder auch im Schatten gemütlich, bis die historischen Gewehre der Schützengesellschaft begannen, lautstark den Ton anzugeben. Die Schützen hatten es sich mittags im Zelt neben dem Schießstand mit ihren Gästen munden lassen.
 
Zunächst wurde der Volkskönig ermittelt. Präsident Hans-Peter Claessen freute sich über die prächtige Resonanz, die dieser schießsportliche Wettstreit für jedermann ab 18 Jahren – 120 Lose waren „verkauft“ worden – gefunden hatte. War doch der Erlös wieder für einen sozial-karitativen Zweck bestimmt. Früher als erwartet bahnte sich das Ende des offenen Wettstreits der „Volksschützen“ an. Vize-Bürgermeister Winfried Hahn bereitete dem Holz auf der Stange mit dem 59. Schuss schnell ein jähes Ende.
Bereits vor sechs Jahren hatte der „Bissener“ seine Treffsicherheit schon einmal unter Beweis gestellt. 

Wieder erfolgreich 
 
Unter den flotten Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ marschierten die Traditionsschützen zu ihrem Königsvogelschuss 2010 auf. Präsident Hans-Peter Claessen begrüßte die vielen kleinen und großen Gäste. Die Ehrenschüsse feuerten Bürgermeister Arno Nelles, Diakon Michael Lang, stellvertretender Bezirksbundesmeister Willi Reim und Volkskönig Winfried Hahn sowie die amtierende Europameisterin im Thai-Boxen, Ania Fucz. Sie machte Werbung für ihren Weltmeisterschaftskampf am Samstag, 5. Juni, in der Sporthalle an der Krottstraße, indem sie vier Eintrittskarten zur Verfügung stellte. (Anmerkung: Ania Fucz gewann die Weltmeisterschaft und holte damit den Titel nach Würselen)
 
Musikalisch begleitet von den Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ legten die Traditionsschützen ihre Gewehre zum Königsvogelschuss 2010 an. 
Die Schützen stellten ihre Treffsicherheit so sehr unter Beweis, dass schon bald nur noch der Rumpf auf der Stange thronte. 
Neben anderen langjährigen Schützen konnte auch Vize Präsident Dirk Nehr, der den Wettstreit fachgerecht kommentierte, seine erneute Chance nicht nutzen. Rudi Mainz, der 1999 beim 375-jährigen Jubiläum schon einmal das Königssilber getragen hatte, nutzte am Ende die Gunst der Stunde und bescherte mit seinem Meisterschuss den Spellsleuten im Ortsteil Bissen, die in diesem Jahr ihr 75-Jähriges feiern, das Königsspiel. Da wunderte es nicht, dass neben seiner Gesellschaft auch das Spiel den Schützenkönig lautstark hochleben ließ.

 

Brauchtumspflege im gelungenen Doppelpack





Großartige Matinee im Pfarrheim im Schatten des „Doms“: Zu den Schützenmajestäten gesellt sich anlässlich des Patronatsfestes der St.-Sebastianus-Gesellschaft 1624 auch die närrische Tollität.

Würselen. Erstmals mit der Großpfarre St. Sebastian feierte die St.-Sebastianus-Schützengesellschaft 1624 Patronatsfest. Geleitet vom Bundestambourkorps „Alte Kameraden“, Leitung Guido Bleser, besuchte die Gesellschaft einen von Pfarrer Rainer Gattys zelebrierten Festgottesdienst. Der Kirchenchor St. Sebastian, Leitung Kantorin Ulrike Botzet, sang die Messe in C von Anton Diabelli.

Gesellig war es dann bei der Matinee im Pfarrheim. Dazu begrüßte Präsident Hans-Peter Claessen auch Landtagsabgeordneten Reimund Billmann. Ihre Aufwartungen machten Abordnungen der Bruderschaften aus Scherberg, Morsbach, Schweilbach und von „Drisch“. Als Gast begrüßte Claessen den neuen Pfarrer Karl-Josef Pütz. Für 40 Jahre Treue bedankte er sich bei Rüdiger Wilhelms und Hermann-Josef Pütz mit einer von Maler Hans Wittl gestalteten Urkunde. Silberjubilare sind Manfred Wirtz und Rudolf Moos sowie die Sportschützen Axel Gangloff und Rolf Greven. Zehn Jahre dabei ist Daniel Ganser. Die „Alten Kameraden“ spielten flott auf. Karnevalistisch heizten die „Wöschelter Jonge“ mit neuem Frontmann die Stimmung auf Kölsche Art an. Dann kam Tollität Prinz Heinz IV. (Horbach). Hauptmann Diether Zimmermann hieß den hohen Besuch mit großem Gefolge willkommen. Er war nicht nur mit der Prinzengarde des 1. Würselener Karnevalsvereins angereist, sondern auch mit seinen rund 40 weiblichen und männlichen Heinzelmännchen. „Was für ein stattliches Aufgebot!“, kamen die Schützen aus dem Staunen nicht heraus. Auch KWK-Präsidentin Renate Worms freute sich über den großartigen Empfang. Zum Dank stellte Prinzengarde-Mariechen Melanie Kreutzer ihre tänzerischen Qualitäten unter Beweis. Es war eine herzliche Präsentation, bei der Schützen und Karnevalisten sich gemeinsam die Pflege des Brauchtums auf die Fahnen schrieben. (ehg)
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